#10Fragenan - dieses Mal mit JOCHEN MADES

Hier die Fragen an JOCHEN MADES

  1.  

    Wann hast Du mit dem Ringen angefangen?
    1978 im Alter von 5 Jahren beim KSV Hemsbach

  2. Wie bist Du zum Ringen gekommen und was ist der Grund, warum Du beim Ringen geblieben bist?
    Zum Ringen bin ich durch meinen Vater Rainer gekommen, der auch Ringer war. Da ich am Anfang nur verloren habe hätte ich mit 9 Jahren fast aufgehört, aber plötzlich platzte der Knoten und ich gewann meine ersten Kämpfe und dann hat mich der Ehrgeiz so gepackt, dass ich dann mit 11 Jahren meine erste Goldmedaille (damals Kreismeister) gewann. Ab dem Zeitpunkt hat es mir dann richtig Spaß gemacht und ich wollte alles ;-) 

  3. Wie oft hast Du in der Woche trainiert?
    5x in Normalfall, manchmal auch mit einem Ringerfreund am Wochenende. Während der Sportfördergruppe und in den Trainingslagern des DRB natürlich öfter.

  4.  

    Was war Dein Lieblingsgriff? Wie oft hast Du diesen Trainiert bis er so ausgereift war, dass Du ihn im Kampf einsetzen konntest?
    Rumreißer mir Schritt in die Standfläche und Durchdreher auf links. Es lässt sich schwer sagen, wir oft man das trainiert. Aber eigentlich in jedem Training und vor allem bin ich auf sehr viele Turniere gefahren, um die Techniken im Kampf zu trainieren (damals gab es fast jedes Wochenende ein Turnier, mit vielen Kämpfen)

  5.  

    Welche Art von Training hast du am meisten gehasst – welches geliebt? Was hat Dich im Nachhinein am meisten Weitergebracht?
    …um ehrlich zu sein, habe ich Techniktraining gehasst. Ich hätte am liebsten immer nur gerungen. Am meisten hat es mich weitergebracht, dass ich unheimlich viele Trainingspartner aufgesucht habe und mit den trainieren konnte. Es gab damals in Sulzbach, in Lampertheim, aber auch im NBRV-Stützpunkt immer 1-2 Trainingspartner und das war Gold wert!

  6. Was sind Deine größten Erfolge?
    2. Weltmeister 1991 (A-Jugend bis 18Jahre)
    3x 1. DM  Jugend/Junioren
    2. DM Männer 1995 

  7.  Was war Dein Leitspruch? Zu wem hast Du aufgesehen?

    „Immer mehr und härter trainieren, als Deine Gegner!“
    Wie gesagt, es gab viele gute Ringer in der damaligen Zeit. Sicherlich hat es mir mental auch geholfen mit Spitzenleuten wie Markus Scherer im Training mithalten zu können, das hat mit bei der WM 91 schon das nötige Selbstbewusstsein gegeben.

     

  8. Wie hast Du dich motiviert, wieder aufzustehen, wenn du mental am Boden warst?
    Das war zum Glück selten der Fall und mein Ehrgeiz war dann meisten schnell wieder da.
    Schlimm war wirklich mein verletzungsbedingtes Karriereende 1999 aufgrund meiner 3 Schulteroperationen. Da hat aller Ehrgeiz nicht geholfen, die Schulter ging einfach nach jeder OP immer wieder raus und ich musste dann wirklich für einige Jahre weit weg von der Ringermatte bleiben…

     

  9. Was war dein tollstes Erlebnis mit den Ringern außerhalb der Matte?
    Generell der super Zusammenhalt der Mannschaft in Lampertheim und auch in Ladenburg. Wir haben neben dem Ringen so viel gemeinsam gemacht, dass ich diese Zeit nicht missen möchte und heute noch dicke Freunde sind.

     

  10. Was würdest Du der heutigen Jugend gerne mit auf den Weg geben wollen?
    Habt Spaß an dem tollen, einzigartigen Sport und setzt euch (zunächst erreichbare) Ziele, die ihr erreichen wollt, dann könnt ihr euch gezielt darauf vorbereiten und wenn es klappt motiviert dies. Es kann z.B. auch ein Ziel sein, gegen gute Leute nur knapp zu verlieren.
    Und bitte schmeißt nicht alles hin, wenn die erste Liebe kommt :-)