Ringer-Bundesliga startet am kommenden Wochenende

Nordbadens einziger Vertreter RKG Reilingen/Hockenheim mit großer Zuversicht.

 

(T.P.) Nach einer langen Phase kontroverser Diskussionen und Unsicherheit wird – wenn auch mit zeitlicher Verzögerung und deutlich weniger teilnehmenden Mannschaften – die diesjährige Bundesligasaison der Ringer starten. Ab dem 3.Oktober werden dann bis Anfang Dezember 17 Teams in drei Gruppen um die Endrundenteilnahme und anschließend um den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters kämpfen. Neun, zu Beginn des Jahres gemeldete Vereine haben ihre Teilnahme aus unterschiedlichen Erwägungen zurückgezogen.

Der Deutsche Ringer Bund (DRB) hat ein strenges Hygienekonzept vorgegeben, zudem unterliegen die Zuschauerzahlen einer Beschränkung gemäß den jeweils geltenden örtlichen Vorgaben. Nachdem alle Landesverbände ihre regulären Verbandsrunden abgesagt haben und nur partiell Ersatzveranstaltungen durchgeführt werden, ist die Bundesliga als einziger „Fels in der Brandung“ übrig geblieben, um den Spitzenathleten nach der Verlegung der Olympischen Spiele und dem Ausfall aller sonstigen Meisterschaften sportliche Betätigung zu ermöglichen.

Die ursprüngliche Planung des DRB sah 26 Mannschaften vor (Südwest 9 / Südost 8 / Nordwest 9)

Tatsächlich übrig geblieben sind nun noch 17 Mannschaften (Südwest 6, Südost 6, Nordwest 5):

Südwest: ASV Hüttigweiler, ASV Urloffen, KSV Riegelsberg, KSV Köllerbach, RKG Freiburg 2000, RKG Reilingen/ Hockenheim.

Südost: SV Wacker Burghausen, SV Johannis Nürnberg, ASV Schorndorf, AV Germania Markneukirchen, KSC Hösbach, SC Siegfried Kleinostheim.

Nordwest: SV Alemannia Nackenheim, KSV 07 Witten, Wrestling Tigers Rhein-Nahe, ASV Mainz 88, KSK Neuss.

Der DRB modifizierte die Wechselregularien und ermöglichte auch den temporären Einsatz von Leihringern, da durchaus damit zu rechnen sein kann, dass Top-Ringer aus Osteuropa oder Staaten der ehemaligen Sowjetunion pandemiebedingt keine Ausreisemöglichkeiten erhalten.

Erfreulich ist, dass sich auch die nordbadische RKG Reilingen/Hockenheim der großen Herausforderung gestellt hat und in der Gruppe Südwest mit Teams aus Südbaden und dem Saarland am Start ist. Das Team von Trainer Wolfgang Laier hat sich trotz vieler Einschränkungen gut vorbereitet und konnte im Kern den Kader des Vorjahres zusammenhalten. Den vier Abgängen Marc Bonert, Daniel Layer, Mihail Georgiev und Zviad Metreveli stehen mit Fabian Fritz (Red Devils Heilbronn), Tamirlan Bicekuev (ASV Ladenburg), Asghar Laghari (AC Mülheim), Joshua Morodion (SC Luckenwalde) und Kristian Gazdag (Serbien) fünf leistungsstarke Neuverpflichtungen gegenüber. Die RKG baut auf ihre starke „Deutschen-Achse“ und ihre vier türkischen Sportfreunde, allen voran dem Olympiasieger und dreifachen Weltmeister Taha Akgül.

Der vorläufige Kader der RKG Reilingen/Hockenheim:

57 kg:              Enrico Baumgärtner (FS), Kristian Gazdag (GR)

61 kg:              Igor Chichioi (FS), Kristian Gazdag (GR)

66 kg:              Tamirlan Bicekuev (FS), Igor Chichioi (FS), Paul Rothausky (GR), Robin Laier (GR)

71 kg:              Tamirlan Bicekuev (FS), Kevin Schellin (FS), Robin Laier (GR)

75 kg:              Kevin Schellin (FS), Robin Keck (FS), Fabian Fritz (GR)          

80 kg:              Thilo Dicker (FS), Robin Keck (FS), Eric Ritter (GR), Evgeni Titovski (GR)

86 kg:              Thilo Dicker (FS), Joshua Morodion (FS), Ender Coskun (FS), Evgeni Titovski (GR)

98 kg:              Joshua Morodion (FS), Hüseyn Gündüz (FS), Süleyman Demirci (GR)

130 kg:             Taha Akgül (FS), Hüseyn Gündüz (FS), Süleyman Demirci (GR), Asghar Laghari (GR)

 

 

Reilingens sportlicher Leiter Heiko Schweikert sieht sein Team mit guten Chancen auf einen Mittelplatz in der Südwestgruppe, wo der KSV Köllerbach klar favorisiert wird und Urloffen, sowie Freiburg Endrundenambitionen haben dürften. In puncto Meisterschaft wird natürlich Titelverteidiger Burghausen zuerst genannt, aber auch Köllerbach, das gut verstärkte Schorndorf und der hessische Vertreter Kleinostheim wollen hier eine gewichtige Rolle spielen. Für die RKG ist es wichtig, mit vergleichsweise kleinem Etat und vielen jungen Ringern aus der Region gute Leistungen – vor Allem vor heimischer Kulisse – abzurufen und sich gegenüber der, doch etwas unglücklichen Vorjahressaison zu verbessern. Man wird in insgesamt 5 Heimkämpfen in der Reilinger Fritz-Mannherz-Halle vor maximal 400 Zuschauern antreten und hofft natürlich, auch bedingt durch den Ausfall sämtlicher anderer Ringsportveranstaltungen auf jeweils „volles Haus“.

Die Kampftermine der Gruppe Südwest auf einen Blick:

Vorrunde

     

Sa. 03.10.

RKG Reilingen/Hockenheim

-

RKG Freiburg 2000

 

ASV Hüttigweiler

-

KV Riegelsberg

 

ASV Urloffen

-

KSV Köllerbach

Sa. 10.10.

KV Riegelsberg

-

ASV Urloffen

 

RKG Reilingen/Hockenheim

-

ASV Hüttigweiler

So. 11.10.

RKG Freiburg 2000

-

KSV Köllerbach

Sa. 17.10.

ASV Hüttigweiler

-

RKG Freiburg 2000

 

ASV Urloffen

-

RKG Reilingen/Hockenheim

 

KSV Köllerbach

-

KV Riegelsberg

Sa. 24.10.

RKG Freiburg 2000

-

KV Riegelsberg

 

RKG Reilingen/Hockenheim

-

KSV Köllerbach

 

ASV Hüttigweiler

-

ASV Urloffen

Sa. 31.10.

ASV Urloffen

-

RKG Freiburg 2000

 

KSV Köllerbach

-

ASV Hüttigweiler

 

KV Riegelsberg

-

RKG Reilingen/Hockenheim

       

Rückrunde

     

Sa. 07.11.

RKG Freiburg 2000

-

RKG Reilingen/Hockenheim

 

KV Riegelsberg

-

ASV Hüttigweiler

 

KSV Köllerbach

-

ASV Urloffen

Sa. 14.11.

KSV Köllerbach

-

RKG Freiburg 2000

 

ASV Urloffen

-

KV Riegelsberg

 

ASV Hüttigweiler

-

RKG Reilingen/Hockenheim

Sa. 21.11.

RKG Reilingen/Hockenheim

-

ASV Urloffen

 

KV Riegelsberg

-

KSV Köllerbach

So. 22.11.

RKG Freiburg 2000

-

ASV Hüttigweiler

Sa. 28.11.

KSV Köllerbach

-

RKG Reilingen/Hockenheim

 

ASV Urloffen

-

ASV Hüttigweiler

So. 29.11.

KV Riegelsberg

-

RKG Freiburg 2000

Sa. 05.12.

RKG Freiburg 2000

-

ASV Urloffen

 

ASV Hüttigweiler

-

KSV Köllerbach

 

RKG Reilingen/Hockenheim

-

KV Riegelsberg