Pressemeldung Bundesliga

Die Vereinsverantwortlichen der Ringerbundesliga 2020 sind gestern Abend vollzählig der Einladung des DRB zur Erörterung der aktuellen Situation im Rahmen einer Videokonferenz gefolgt. Ziel war es dabei, den Weg des transparenten Entscheidungsprozesses auch weiterhin unter Einbeziehung aller beteiligten Vereine fortzuführen. Im Mittelpunkt stand natürlich die Frage wie die Bundesligisten die aktuellen pandemischen Entwicklungen einschätzen und ob sie unter den aktuellen Vorzeichen die Saison fortsetzen wollen. Dabei hat sich die deutliche Mehrheit der Bundesligavereine für eine Fortführung der laufenden Saison ausgesprochen. Diese Einschätzung hat der Bundesligaausschuss in seiner anschließenden Sitzung aufgegriffen und einstimmig beschlossen die Saison nicht abzubrechen.

Weiterhin hat man sich darauf verständigt, dass man für die Fortführung der Bundesliga, mit Blick auf die Endrunde, ein operatives Minimum von acht Vereinen benötigt. Sollte eine Staffel nur noch aus drei oder weniger Vereinen bestehen entfällt die Auslosung des besten Tabellendritten zu Gunsten der Staffeln mit mehr als drei Vereinen.

Im Rahmen der Sitzung wurde auch die Gefahr der Infektionsverbreitung innerhalb der Mannschaften thematisiert. Hier kam man zu dem Schluss, dass die Infektionsgefahr während den Wettkämpfen selbst, nicht zuletzt auf Grund der hervorragenden Umsetzung der Hygienekonzepte in den Wettkampfstätten und den vergleichsweise geringen Direktkontakten, die immer nur mit dem jeweils gegnerischen Ringer in der gleichen Gewichtsklasse erfolgen, als gering eingeschätzt werden können. Wie die bisherigen Infektionsfälle gezeigt haben ist unser vulnerabelster Punkt derzeit der Fremdeintrag in die Trainingsgruppen. Daher wurde an alle Vereine appelliert, diese potentielle Gefahr durch feste Trainingsgruppenzuordnungen, Reduzierung der Trainingsgruppengrößen und Vermeidung von Austausch unter den Trainingsgruppen zu minimieren.

Weiterhin haben sich die Vereinsvertreter ganz klar dazu bekannt, den Ligenkonkurrenten im gegenseitigen Einvernehmen bei Infektionsfällen Nachholkämpfe zu ermöglichen um so die sportlich faire Solidarität unter den Ringern zum Ausdruck zu bringen und das Ringen auch weiterhin in der Öffentlichkeit präsentieren zu können.

Der ASV Mainz informierte zudem darüber, dass es in deren Trainerstab einen positiven COVID 19-Fall gibt. Hier wurden unverzüglich alle Vorsichtsmßnahmen ergriffen und die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden weiter intensiviert. Die weitere Teilnahme an der Bundesliga ist aber derzeit nicht gefährdet.

Durch den KV Riegelsberg wurde mitgeteilt, dass der Kampf gegen die RKG Freiburg 2000 am kommenden Kampftag auf Grund der weiterhin bestehenden Quarantäne von Sportlern noch nicht möglich ist und der Kampf deshalb abgesagt wird. Der KV Riegelsberg wird den DRB zu Beginn der nächsten Woche über seine Möglichkeiten zur Fortführung der Saison informieren.