RKG Reilingen/Hockenheim verliert nach großem Kampf gegen Vizemeister KSV Köllerbach.

(T.P.) Nach dem kompletten Ausfall des 3.Kampftages in der Gruppe Südwest der Ringer-Bundesliga in der Vorwoche konnte die RKG Reilingen/Hockenheim den letztjährigen Vizemeister KSV Köllerbach in der Fritz-Mannherz-Halle begrüßen und zog sich bei der 13:18-Niederlage gegen den Favoriten dank einer starken ersten Kampfhälfte hervorragend aus der Affäre. Die Gäste verzichteten bei ihrer Reise in die Kurpfalz zwar auf einige ihrer Topringer, waren aber dennoch der erwartet schwere Gegner für das Team von Wolfgang Laier.

Bis 57 kg (FS) verzichteten die Gäste auf den EM-Dritten Horst Lehr, sodass Daniel Layer einen kampflosen Sieg feiern durfte. Bis 130 kg (GR) baute die RKG ihre Führung weiter aus. Ashgar Laghari siegte auch in seinem dritten Kampf gegen Kilian Markus Schäfer technisch überlegen mit 18:2. Auch Virgil Munteanu zeigte bis 61 kg (GR) gegen das junge Talent Nuram Bayram wieder eine sehr solide Leistung und triumphierte letztendlich mit 5:1. Nun waren aber die Gäste an der Reihe und erneut musste Neuzugang Joshua Morodion bis 98 kg (FS) mit Nicolai Ceban gegen einen ausländischen Topringer antreten und sich mit 0:16 geschlagen geben. Es folgte einer der besten Kämpfe des Abends: Der moldawische Publikumsliebling Igor Chichioi lieferte sich bei seinem Saisondebüt bis 66 kg (FS) einen harten Kampf mit Valentin Seimetz und konnte 18 Sekunden vor Schluss eine Zweierwertung holen und zum 2:2 ausgleichen. Damit gelang ihm aufgrund der höheren Wertung der Sieg und er brachte die RKG mit einer 11:4 Führung in die Pause.

Auch wenn viele Zuschauer schon eine Sensation witterten, waren die Köllerbacher in der zweiten Halbzeit wesentlich dominanter. Evgenij Titovski musste sich im ersten Kampf nach der Pause bis 86 kg (GR) Marius Braun relativ deutlich mit 1:7 geschlagen geben. Und auch Tamirlan Bicekuev hatte bis 71 kg (GR) stilartfremd keine Chance gegen Marc-Antonio von Tugginer Akzente und verlor mit 0:16 Punkten. Somit schlossen die Gäste drei Kämpfe vor Schluss bis auf einen Punkt auf. In der Klasse bis 80 Kilo (FS) schickte RKG-Coach Wolfgang Laier den jungen Bugra Bulut auf die Matte. Bei seinem Bundesligadebüt hielt der 18jährige vor Allem in der ersten Kampfhälfte gegen den hochfavorisierten Miroslav Kirov gut mit, verlor dann allerdings ebenfalls klar mit 0:15. Somit übernahmen die Gäste die Führung und konnten bereits im nächsten Kampf den Mannschaftserfolg klarmachen. Kevin Schellin überraschte bis 75 kg (FS) den routinierten mehrfachen Deutschen Meister Andriy Shyyka zwar zu Kampfbeginn mit zwei Wertungen, blieb dann allerdings mit 4:20 unterlegen. Zum Abschluss gab es dann noch einen Sieg für die Hausherren: Fabian Fritz gelang ein, nicht unbedingt zu erwartender, 4:1-Erfolg gegen den starken Timo Badusch, wodurch er weiterhin unbesiegt blieb.

Der Endstand von 13:18 spiegelt einen spannenden Kampf wieder, der im Vorfeld so nicht erwartet werden konnte. Man kann also durchaus von einem erneut gelungenen Kampfabend sprechen, zumal sich das ausgearbeitete Hygienekonzept einmal mehr bewährt hat. Dank Sitzabständen, aufmerksamen Ordnern und der Mitarbeit der Zuschauer ist die Hoffnung, dass in der Fritz-Mannherz-Halle auch weiterhin Spitzenringsport stattfinden kann, nicht unbegründet. Die RKG muss in den nächsten Wochen zunächst mehrfach auswärts antreten, bevor der nächste Heimkampf am 21.November gegen den ASV Urloffen ansteht.

Die Ergebnisse des 4.Kampftages:

RKG Reilingen/Hockenheim

-

KSV Köllerbach

 13 – 18

SC Siegfried Kleinostheim

-

ASV Schorndorf

 12 - 8

KSC Hösbach

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SV W. Burghausen

 4 - 25


Leider machen die stetig steigenden Corona Fallzahlen auch nicht vor dem Ringen halt. Zahlreiche Kampfabsagen und Geisterkämpfe am dritten und vierten Kampftag, sowie der aktuell bekannt gewordene Rückzug von ganzen fünf Teams in den einzelnen Gruppen setzen der Aufrechterhaltung eines geregelten Ligabetriebs arg zu. Nach einer Videokonferenz des DRB mit den Bundesligavereinen erklärten in dieser Woche die Wrestling Tigers Rhein-Nahe und der SV Alemannia Nackenheim (Gruppe Nordwest), der AV Germania Markneukirchen (Gruppe Südost) und der ASV Hüttigweiler und der KV Riegelsberg (Gruppe Südwest) ihren Rückzug aus dem Ligabetrieb. Somit sind nun von ursprünglich 26 gemeldeten und 16 tatsächlich angetretenen Teams noch ganze 11 am Start.